metabolom

Das Metabolom – der Einfluss der Darmbakterien auf unsere Gesundheit


Metabolom und Mikrobiom – wo liegt der Unterschied. Der Mensch ist stark mit Bakterien besiedelt. Überall tummeln sie sich – auf der Haut, in der Lunge und in unserem Darm. In der Fachsprache bezeichnet man die Gesamtheit der Bakterien, die den Menschen besiedeln einschließlich ihrer Gene als das Mikrobiom.


Doch was ist nun das Metabolom? Und wie beeinflusst es unsere Gesundheit?

Das sogenannte Metabolom bezeichnet die Stoffwechselprodukte, Metabolite, die von den Darmbakterien produziert werden. Diese haben entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit – positiv wie negativ. Sie spielen eine große Rolle u.a. im Gallensäurestoffwechsel und im Tryptophanstoffwechsel.


Weitere Metabolite, die von den Darmbakterien hergestellt werden sind u.a. TMAO, Phenole, Histamin, Ammoniak oder Beta-Glukoronidasen.


TMAO = Trimethylaminoxid ist ein Schlüsselmolekül der Pathogenese kardiovaskulärer Erkrankungen: Es beeinflusst den Cholesterin- und Gallensäurestoffwechsel und begünstigt Entzündungen der Gefäßwände.


Histamin, das von den Darmbakterien im Übermaß produziert wird, begünstigt die Entstehung einer Histaminintoleranz / Histaminose, wenn Histamin nicht genug abgebaut werden kann.


Ammoniak muss in der Leber abgebaut werden und kann eine belastete Leber zusätzlich belasten.


Beta-Glukoronidasen sind Enzyme, die im Darm dafür verantwortlich sind, dass genau die richtige Menge an Gallensäuren, Cholesterin oder Hormonen zurückresorbiert wird zur Leber.


Hier eine etwas genauere Erklärung zum Tryptophanstoffwechsel:


Tryptophan ist der Verläufer unseres Glückshormons Serotonin. Serotonin im Darm ist u.a. wichtig für die Motilität, den Tonus des Dickdarms und die Sekretion von Verdauungsenzymen aus Magen und Bauchspeicheldrüse. Serotonin im Gehirn ist u.a. wichtig für unsere Stimmung, Schmerzempfinden und Appetitregulation.


Zurück zum Metabolom: bei Mikrobiomveränderungen oder niedriggradigen Entzündungen können die bakteriellen Metabolite zu einem Mangel an Tryptophan und damit auch Serotonin führen und den Tryptophanstoffwechsel verändern.


Damit kommt der Tryptophanstoffwechsel dauerhaft aus dem Gleichgewicht. Die Folgen können u.a. Verdauungsbeschwerden, schlechte Verdauung, Reizdarm, depressive Stimmung, Fatigue und schlechter Schlaf sein.


Der Tryptophanstoffwechsel lässt sich dank neuester Laborentwicklung ganz einfach im Urin bestimmen. Indikationen dafür sind oben genannt. Diese Untersuchung biete ich neu in meiner Praxis an.


Herzlichst

Andrea Peyrick

Fachberaterin für Darmgesundheit

Heilpraktikerin Coesfeld und Münster



Quelle: Fachfortbildung Biovis Diagnostik Prof. Dr. med. Burkhard Schütz

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