Die Mikronährstofftherapie / orthomolekulare Medizin unterstützt den Körper gezielt mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und weiteren bioaktiven Substanzen, die für zahlreiche Stoffwechselprozesse notwendig sind. Mikronährstoffe sind an der Energiegewinnung in den Mitochondrien, der Funktion des Nervensystems und des Immunsystems, der Bildung von Hormonen, dem Aufbau von Zellmembranen sowie an Regeneration und Zellschutz beteiligt.
„Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“ So definierte es Prof. Dr. Linus Pauling, zweifacher Nobelpreisträger, der den Grundstein für die orthomolekulare Medizin legte.
Die Nationale Verzehrstudie II (2008) zeigt, dass in Deutschland ein erheblicher Teil der Bevölkerung die empfohlenen Zufuhrmengen für mehrere Mikronährstoffe nicht erreicht. Besonders häufig wurden Defizite bei Vitamin D, Folsäure, Jod, Eisen (v. a. bei Frauen), Calcium, Magnesium und Vitamin B12 (v. a. bei Älteren) festgestellt.
Grundlage der Mikronährstofftherapie sind eine ausführliche Anamnese sowie laborbasierte Untersuchungen um Mikronährstoffmängel sichtbar zu machen. Auf dieser Basis erfolgt eine bedarfsgerechte Empfehlung, die auf die persönliche Situation abgestimmt ist.
Ziel der Mikronährstofftherapie ist es, Zusammenhänge besser zu verstehen und den Körper in seinen natürlichen Funktionen zu unterstützen. Sie ersetzt keine medizinische Behandlung, kann jedoch begleitend eingesetzt werden. Auch in der Prävention spielt die orthomolekulare Medizin eine Rolle.