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Leaky gut oder undichter Darm

Leaky gut: Bestimmt hast Du schon einmal die Sprüche von Hippokrates gehört: “ Alle Krankheiten beginnen im Darm“ oder “ Der Tod sitzt im Darm“.


Kennst du auch die Begriffe „leaky gut“ oder „undichter Darm“?

Stell Dir einmal einen Blick in Deinen Darm vor. Dort findest Du:

  • Darmschleimhautzellen die intakt, dicht und lückenlos miteinander verbunden sein sollten.
  • Schleim, der die Epithelzellen komplett bedeckt und damit schützen sollte.
  • Dein Immunsystem und zwar zu 80%.
  • Deine Darmbakterien, die sogenannten Mikrobiota, die viele verschiedene und wichtige Aufgaben übernehmen. Sie produzieren Schleim und Energie für Deine Epithelzellen, helfen bei der Verdauung, produzieren Enzyme und Stoffe, die antientzündlich im Körper wirken. Sie unterstützen Dein Immunsystem und produzieren Botenstoffe. Zu den Botenstoffen gehören unter anderem Serotonin, Dein Glückshormon.


Von einem „Leaky gut“ oder „undichtem Darm“ spricht man, wenn dieses Gleichgewicht im Darm gestört ist. Die Epithelzellen sind dann nicht mehr dicht miteinander verbunden und können entzündet sein. Es kann zu wenig Schleim vorhanden sein und die Darmbakterien sind nicht mehr im Gleichgewicht und können ihre Funktionen nicht mehr optimal ausführen.


Symptome wie Blähungen, Verstopfung, Durchfall auch im Wechsel, Reizdarm, Sodbrennen, Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Stimmungsschwankung oder depressive Stimmung deuten auf eine gestörte Funktion der Darmschleimhaut und Darmflora hin. Bleiben sie längere Zeit bestehen, können daraus Folgen und Erkrankungen entstehen wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Gelenkbeschwerden, Muskelschmerzen, Migräne, Autoimmunerkrankungen, neurodegenerative Erkrankungen und entzündliche Darmerkrankungen.


Ursachen für ein „Leaky gut“ sind vielfältig. Stress, Antinährstoffe, unausgewogene Ernährung und Antibiotika sind hier als erstes zu nennen. Durch zielgerichtete Interventionen kann man den Darm wieder ins Gleichgewicht bringen.

Wie lässt sich ein Leaky gut diagnostizieren?

In meine Praxis für Darmgesundheit in Coesfeld und Münster lasse ich dazu mittels einer Stuhlprobe die Werte Zonulin und Alpha-1-Antitrypsin bestimmen. Zonulin wird bei bestimmten Reizen von den Darmzellen ausgeschieden. Zu den Reizen gehören vor allem Gluten und das Vorhandensein einer Dysbiose. Bei einer Dysbiose triggern also bestimmte Darmbakterien die Freisetzung von Zonulin. Zonulin bewirkt, dass die sogenannten Tight Junctions, die die Darmzellen zusammenhalten, lockerer werden.

Alpha-1-Antitrypsin ist ein Entzündungsmarker, der in der Leber hergestellt wird. Ist der Darm nicht mehr dicht, kann Alpha-1-Antitrpysin in den Darm gelangen und im Stuhl nachgewiesen werden.


Was denkst du: Ist Dein Darm noch ganz dicht?


Herzlichst

Andrea Peyrick

Heilpraktikerin Coesfeld

Heilpraktikerin Münster

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