Was ist Stress

Im Wörterbuch findet man folgende Definition für Stress: erhöhte körperliche oder seelische Anspannung und Belastung, die bestimmte Reaktionen hervorruft und zu Schädigungen der Gesundheit führen kann.

Egal ob der Stress körperlicher, seelischer oder emotionaler Natur ist, die Stressreaktion ist immer die Gleiche.

Stell Dir vor, dass ein Löwe vor Dir steht. Der Körper aktiviert nun in Sekundenschnelle alle Funktionen, die für Kampf- oder Flucht notwendig sind. Gesteuert wird diese Reaktion über die Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol.

Die Stresshormone wirken im gesamten Organismus:

  • Die Blutgefäße verengen sich und der Blutdruck steigt an.
  • Die Herzfrequenz erhöht sich.
  • Zucker und Fettsäuren werden aus den Körperspeichern freigesetzt, der Blutzuckerspiegel steigt an. Sie liefern die nötige Energie – solange man mit dem Löwen kämpft, kann man nicht essen.
  • Die Muskelspannung steigt an.
  • Die Atemfrequenz steigt an, damit mehr Sauerstoff zur Verfügung steht.
  • Das Blut wird dicker – im Falle einer Verletzung ist dadurch der Blutverlust geringer.
  • Die Schmerzempfindlichkeit wird kurzzeitig herabgesetzt – auch verletzt kann man weiterkämpfen oder flüchten.

Nach einem erfolgreichen Kampf oder gelungener Flucht beruhigt sich der Körper wieder und schaltet in den Erholungs- oder Ruhemodus. Gleichzeitig wird die bereitgestellte Energie durch Kampf- und Flucht verbraucht.

Alle Funktionen, die der Körper für diese Kampf- oder Fluchtsituation nicht benötigt, werden kurzzeitig vernachlässigt. Dazu gehören das Immunsystem, die Verdauung, Ruhe und Schlaf und die Fortpflanzung.

Die Stressreaktion ist zunächst also sehr sinnvoll und unter Umständen lebensrettend. Evolutionär gesehen ist der Mensch perfekt an kurzzeitige Stressreaktionen angepasst.

Das Problem des 21. Jahrhunderts ist nun aber nicht der Löwe, der kurzzeitig vor einem steht, sondern permanenter Stress. Druck bei der Arbeit, ständige Erreichbarkeit, zu wenig Bewegung, zu viel Sitzen, Konflikte, Sorgen, (Zukunfts-) Ängste, zu wenig alte Stressfaktoren, zu wenig Nährstoffe, zu viel Zucker und Kohlenhydrate – um nur einige zu nennen. Dieser Stress hält lange an und es gibt eventuell keine Lösung.

Stressmedizin im Kontext der Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI):

Betrachtet man die Stressmedizin im Kontext der Psycho-Neuro-Immunologie (kPNI) müssen alle Achsen mit den jeweiligen Stresshormonen, Schilddrüsenhormonen und Geschlechtshormonen, die sich wechselseitig beeinflussen, ganzheitlich betrachtet werden.

Die Ernährung und die Mikronährstoffe bilden die Grundlage für den Bau der Stresshormone. Bei Stress ist der Mikronährstoffbedarf stark erhöht.

Das Stresshormon Cortisol hemmt auf Dauer das Immunsystem und es kommt zu Infektanfälligkeit. Auch die Schilddrüse wird durch Cortisol gehemmt, was zu einer Unterfunktion beitragen kann.

Die Nebennieren, die für die Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin verantwortlich sind, können mit der Zeit erschöpfen und es kann zu Müdigkeit, Energielosigkeit, Abgeschlagenheit, Antriebsschwäche und Erschöpfung kommen.

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Das vegetative Nervensystem – ein Regulationssystem.

Das vegetative Nervensystem ist die übergeordnete Schaltzentrale des Körpers. Es besteht aus zwei Anteilen – dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Sie regulieren unbemerkt Systeme im menschlichen Körper wie Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Muskeltonus, Blutgerinnung, Glukosestoffwechsel und Verdauung.

Der Sympathikus, auch „fight and flight“ genannt ist wichtig bei Aktivität, Konzentration, Sport und allem was mit Stress zu tun hat.

Der Parasympathikus, auch „rest and digest“ genannt, macht das Gegenteil. Entspannung, Ruhe, Verdauung, Regeneration und Schlaf.

Je besser man zwischen diesen beiden Anteilen regulieren kann, desto besser ist die Anpassungsfähigkeit des Körpers.

Eine VNS-Analyse misst Deinen Stresslevel und die Regulationsfähigkeit Deines vegetativen Nervensystems.

Mögliche Beschwerden bei andauerndem Stress:

  • Kreislauf-Erkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • hoher Blutzuckerspiegel und in Folge Diabetes 2, metabolisches Syndrom
  • chronische Schmerzen und Muskelverspannung
  • Schilddrüsenprobleme
  • hormonelle Dysbalancen
  • Depression, Burnout
  • Erschöpfung und chronische Müdigkeit (chronic fatigue)
  • Reizdarm und Verdauungsbeschwerden
  • Infektanfälligkeit und chronische Entzündungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Schwindel, Tinnitus
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • craniomandibuläre Dysfunktion
  • Schlafstörungen

Diagnostik in der Stressmedizin:

  • VNS-Analyse:
    Durch die Analyse des vegetativen Nervensystems lässt sich die Aktivität des sympathischen und parasympathischen Nervensystems messen und damit eine Aussage treffen über die Regulations- und Anpassungsfähigkeit des Organismus
  • Neurotransmitter, Neurotransmitter-Tryptophanmetabolismus im Urin
  • Cortisoltagesprofil im Speichel
  • Melatoninbestimmung im Speichel
  • Mikronährstoffe

Interventionsmöglichkeiten in der Stressmedizin

Nach ausführlicher Anamnese wird ein individueller Therapieplan erstellt. Dieser beinhaltet Interventionen im Bereich:

  • Ernährung
  • Orthomolekularer Therapie – dem gezielten Einsatz von Mikronährstoffen wie Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen
  • Phytotherapie (pflanzliche Arzneimittel) mit Adaptogenen
  • Interventionen im Bereich Atmung und Kältetherapie
  • Bewegung und Lifestlye
  • begleitendes Coaching

Naturheilpraxis in Coesfeld und Münster

Terminvereinbarungen zur Stressmedizin sind in Coesfeld und Münster-Roxel möglich – das Gesundheits-Coaching ist auch online möglich.

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Stressmedizin in Coesfeld

Meine Praxis für Stressmedizin und Darmgesundheit liegt mitten in der Innenstadt von Coesfeld, in der Nähe vom Marktplatz. Schüppenstraße 1, über der Adler Apotheke.

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Stressmedizin in Münster-Roxel

Meine Praxis für Stressmedizin und Darmgesundheit befindet sich in den Räumen vom physio.werk in Münster-Roxel am Nottulner Landweg 92.