Lithium – Mineral mit großer Wirkung?

Lithium ist ein chemisches Element, das natürlicherweise in der Erdkruste, im Meerwasser und in kleinen Mengen im Mineralwasser und Trinkwasser vorkommt. Es gelangt über die Nahrungskette in den menschlichen Körper.

Bedeutung von Lithium

Lange Zeit, bis heute, galt es als nicht essenziell. Ganz akutelle Forschung (Nature, August 2025) deutet darauf hin, dass es in sehr kleinen Mengen möglicherweise doch ein essenzielles Spurenelement ist, da es Einfluss auf Stoffwechselprozesse und das Nervensystem hat. Die Forscher untersuchten den Zusammenhang von dem Mineral und Alzheimer. Die Forscher fanden folgendes heraus:

  • Bei normal alternden Mäusen erhalten niedrige mikromolare Konzentrationen von endogenem Lithium die kognitive Funktion, reduzieren Entzündungen und unterdrücken die Amyloid-Bildung.
  • In Alzheimer-Mausmodellen schützt endogenes Lithium vor Amyloidablagerung, Tau-Hyperphosphorylierung, Neuroinflammation und Verlust von Synapsen, Axonen und Myelin.
  • Es wird im Gehirn dynamisch reguliert und trägt zum Erhalt der kognitiven Fähigkeiten während des Alterns bei.
  • Es war das einzige von den untersuchten Metallen, das im Gehirn von Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI = mild cognitive impairment), einer Vorstufe von Alzheimer, signifikant reduziert war.

Im Körper wirkt das Mineral also u. a. auf:

  • Nervensystem (Signalübertragung, Schutz vor neurodegenerativen Prozessen)
  • Stoffwechsel (Einfluss auf Glukose, Insulinempfindlichkeit, Lipidstoffwechsel)
  • Enzyme: Es kann bestimmte Enzyme aktivieren oder hemmen.

Dies bezieht sich auf sehr kleine Mengen an Lithium, in Mikrodosierungen.

In hohen Dosierungen wird es bei der Behandlung von bipolarer Störung, Depressionen und manischen Episoden eingesetzt. Der therapeutische Bereich ist sehr schmal – d. h. die Grenze zwischen wirksamer und toxischer Dosis ist eng.

Lithium in Trinkwasser und Mineralwasser

Ältere Studien zeigen, dass Mineralwässer mit hohem Lithiumgehalt zur Verbesserung des Lithiumstatus beim Menschen beitragen können – mit potenziellen Vorteilen für Gesundheit und Langlebigkeit in Modellsystemen.

Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass Regionen mit höherem natürlichem Lithiumgehalt im Trinkwasser niedrigere Suizidraten aufweisen – hier wird das Spurenelement als möglicher Schutzfaktor diskutiert.

Labordiagnostik für Lithium

Seit Anfang des Jahr 2025 besteht die Möglichkeit die Lithiumversorgung zur Prävention im Labor messen zu lassen.

Aktuell ist Lithium als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland nicht zugelassen.

Nenneswerte Mengen finden sich daher in Mineralwässern / Heilwässern. Da ich hier keine Werbung machen möchte, bitte selbst recherchieren und vergleichen. Bitte hier auch die Höhe der anderen Mineralien beachten.

Fazit

  • Essentielles Mineral?: Aktuell zeigen zahlreiche Hinweise, dass es – besonders in Spuren / Mikrodosierungen – körperliche und neuronale Funktionen unterstützt.
  • Nervensystem: Vielversprechende neurowissenschaftliche Befunde (z. B. Alzheimer-Modell) erhöhen das Interesse an einer möglichen prophylaktischen oder unterstützenden Wirkung bei neurodegenerativen Erkrankungen.
  • Mineralwasser: Eine praktische Quelle, bioverfügbar und mit epidemiologischen Hinweisen auf einen positiven Einfluss auf psychische Gesundheit.

Deine Andrea

Heilprakterin Coesfeld

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Nature 2025 „Lithium deficiency and the onset of Alzheimer’s disease“ Published: 06 August 2025

Molecular Nutrition & Food Research 2019 „Lithium‐Rich Mineral Water is a Highly Bioavailable Lithium Source for Human Consumption“

Journal of Affective Disorders 2022 „Association between lithium levels in drinking water and suicide rates: Role of affective disorders“

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