fruktoseintoleranz

Fruktoseunverträglichkeit – Fruktoseintoleranz – Fruktosemalabsorption – was denn jetzt?


Fruktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption kurz erklärt:

Die (heriditäre) Fruktoseintoleranz bezeichnet einen genetisch bedingten Enzymmangel. Dieser führt meist schon im Säuglingsalter zu Beschwerden. Um diese soll es in diesem Artikel allerdings nicht gehen.


Die Fruktosemalabsorption bezeichnet eine eingeschränkte Funktion des Transportproteins GLUT5 , das die Fruktose durch die Dünndarmschleimhaut schleust. Dadurch gelangt zu viel Fruktose in den Dickdarm. Im Dickdarm wird die Fruktose durch Bakterien bearbeitet, wobei Gase /Gärungsprodukte (CO2, Methan, H2) entstehen. Das Transportprotein GLUT5 braucht Zink und Folsäure, damit es optimal funktionieren kann.


Der GLUT5 Transporter arbeitet besser, wenn gleichzeitg Glukose vorhanden ist. Er arbeitet schlechter, wenn gleichzeitig Sorbit vorhanden ist.


Circa 10 bis 120 Minuten nach dem Verzehr von Fruktose kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Durchfall
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Krämpfe
  • Sodbrennen


Weitere Symptome bei Fruktoseunverträglichkeit

  • depressive Verstimmung
  • Antriebsschwäche
  • Konzentrationsstörung
  • Reizbarkeit
  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Erschöfpung
  • Hautbeschwerden


Diagnose der Fruktoseintoleranz/Fruktosemalabsorption

Die Diagnose wird durch einen Atemgastest gestellt. Andere Diagnosen müssen ausgeschlossen werden.


Hinweise ergeben sich durch die Entstehung von Symptomen bei dem Verzehr von fruktosehaltigem Essen oder eine Provokation mit dem Verzehr von z.B. Trockenpflaumen.


In der Praxis zeigen sich bei Fruktosemalabsorption oft eine Veränderung des Mikrobioms / Dysbiose / Fehlbesiedelung, Veränderungen des pH-Wertes im Stuhl und entzündliche Reaktionen an der Darmschleimhaut. Diese können durch eine Mikrobiomanalye / Untersuchung des Stuhls festgestellt werden. Eine entzündete Darmschleimhaut kann weniger GLUT5 Transporter für Fruktose bilden.


Therapie der Fruktoseunverträglichkeit/Fruktoseintoleranz

  • kurzfristig fruktosefreie Ernährung
  • Wiederherstellen eines gesunden Darmmilieus, Ausgleichen der Dysbiose


Eine fruktosefreie Ernährung führt bei Fruktosemalabsorption zwar kurzfristig zu einer Verbeserung, ist aber nicht zielführend. Durch die fruktosefreie Ernährung wird die Bildung des Fruktosetransporters GLUT5 weiter herabgesetzt.


Hast Du Fragen? Ich berate Dich gerne!

Deine Andrea

Heilpraktiker Münster

Heilpraktiker Coesfeld

Darmtherapeutin, Therapeutin für kPNI



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