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Corona und das Mikrobiom – was sagt die Wissenschaft?

Corona und das Mikrobiom- was sagt die Wissenschaft. Wirft man einen Blick in die wissenschaftliche Literatur wird schnell klar, dass die Verbindung von COVID-19 und unserem Darmmikrobiom sehr eng ist.

Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich überzeugt davon bin, dass ein gesunder Darm die Basis für die gesamte Gesundheit des Körpers ist.


Funktionen eines gesunden Darms:

  • Der Darm ist entscheidend für die Immunfunktion. Hier sitzen 80% der Immunzellen.
  • Die Zusammensetzung der Darmflora und eine hohe Diversität / Artenvielfalt sind von immenser Bedeutung.
  • Mit seiner gesamten Oberfläche stellt die Darmschleimhaut die größte Barriere zur Außenwelt dar.
  • Die Darmbarriere wird geschützt durch eine Schleimschicht, die wiederum von Bakterien produziert wird.
  • Die Darmbakterien produzieren antibakterielle und antientzündliche Substanzen wie z.B. Butyrat.


Ist der Darm nicht gesund, kann es zu einem Ungleichgewicht der Darmbakterien (Dysbiose) mit einem Mangel an guten Bakterien und einer Vermehrung von potenziell pathogenen Bakterien, erhöhter Durchlässigkeit (leaky gut) und Entzündung der Darmschleimhaut kommen.


Welche Verbindung von Corona und dem Mikrobiom wurden gefunden?


Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass ein gestörtes Darmmilieu das Risiko für schwere Verläufe von COVID-19 erhöht. Gleichzeitig wirkt sich eine Coronainfektion negativ auf das Mikrobiom aus.


Ke et al. (1) fanden heraus, dass bei COVID-19 Patienten die Vielfalt der Darmbakterien signifikant reduziert ist und dass die Zusammensetzung des Mikrobioms eine Unterscheidung zwischen Gesunden und Covid-19 Erkrankten ermöglicht und den Verlauf der Erkrankung vorhersagen kann.


Hussain et al. (2) schlussfolgern: Es mehren sich die Beweise für eine Darmdysbiose als prädisponierenden Faktor für schwere COVID-19 Verläufe durch ein Leaky-Gut und dem daraus resultierenden Einstrom von bakteriellen Substanzen und Toxinen. Es gibt Hinweise darauf, dass der Grad der Dysbiose mit der Schwere der COVID-19-Erkrankung korreliert.


Wang et al. (3) kommen zu den gleichen Schlussfolgerungen. Des weiteren könnte eine Regulation der Dysbiose Entzündungen oder Komplikationen im Zusammenhang mit COVID-19 reduzieren und zu neuen Ansätzen bei der Prävention und Behandlung der Krankheit führen.


Es lohnt sich also, sich um sein Mikrobiom zu kümmern. Sowohl präventiv als auch in der Nachsorge nach einer Corona Infektion.


Eine Dysbiose, die Zusammensetzung des Mikrobioms, leaky gut oder Entzündung der Darmschleimhaut kann man mithilfe einer Stuhlananlyse messen.


Eine Dysbiose, leaky gut oder Entzündung der Darmschleimhaut lässt sich positiv und nachhaltig verbessern mit der richtigen Ernährung, Präbiotika, Ballaststoffen, Pflanzenstoffen, bestimmen Aminosäuren und wenn notwendig Probiotika. Die Darmbakterien folgen immer dem Nährstoffangebot.


Hast du Fragen zu Corona und dem Mikrobiom?

Hast du Fragen zu Long-Covid?


Ich berate Dich gern!


Deine Andrea

Heilpraktikerin Coesfeld

Heilpraktiker Münster

spezialisiert auf Darmgesundheit

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(1) Ke, S., Weiss, S.T. & Liu, YY. Dissecting the role of the human microbiome in COVID-19 via metagenome-assembled genomes. Nat Commun 13, 5235 (2022). https://doi.org/10.1038/s41467-022-32991-w


(2) Hussain I, Cher GLY, Abid MA and Abid MB (2021) Role of Gut Microbiome in COVID-19: An Insight Into Pathogenesis and Therapeutic Potential. Front. Immunol. 12:765965. doi: 10.3389/fimmu.2021.765965


(3) Wang H, Wang H, Sun Y, Ren Z, Zhu W, Li A and Cui G (2021) Potential Associations Between Microbiome and COVID-19. Front. Med. 8:785496. doi: 10.3389/fmed.2021.785496

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